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Projektlaufzeit: 5 Monate

(Mo, 01.04.2019 - Sa, 31.08.2019 )

Ort Körnerpark, Jonasstraße Ecke Selkestraße , 12051 Berlin

Freiluftkino im Körnerpark 2020 - Vorbereitung

Auch in diesem Sommer bieten wir euch, wenn auch etwas anders, erstklassiges und interessantes Kino unter freiem Himmel im Körnerpark.

 

Die Vorführungen finden am 3.7., 10.7., 17.7. und 24.7.2020 jeweils um 21:00 an der Ecke Jonasstraße / Selkestraße statt.  

Der Eintritt ist wie immer frei, aber wir freuen uns über Spenden für das Projekt.

 

Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnungen müsst ihr euch vor dem Besuch hier auf der Seite anmelden. Den Link dazu schalten wir immer 24 Stunden vor Beginn der Veranstaltung frei.

Restplätze werden direkt am Abend vergeben. Auch da müsst ihr euch aber in eine Liste eintragen und es besteht keine Sitzplatzgarantie, wenn ihr euch vorher nicht angemeldet habt.

 


Ihr habt gewählt, und das hier sind die Filme und Termine:

 

1

Another Reality

Dokumentarfilm, D 2019, 98 min.

Regie: Oliver Waldhauer, Noël Dernesch

Deutsch mit engl. UTs.

 

Unsere Marotten haben wir natürlich alle irgendwo, kleine Eigenheiten, die uns zu denen machen, die wir sind. Das muss man nicht immer verstehen, manchmal reicht es, das einfach zur Kenntnis zu nehmen. Wenn dir jedoch jemand erzählt, er kann im Restaurant nicht mehr mit dem Rücken zur Tür setzen, weil er im Falle eines Mordes sehen will, wer ihn denn gerade ermordet, dann frieren dir schon einmal etwas deine Gesichtszüge ein. So geschehen bei Another Reality, das seinem Titel alle Ehre macht.

Anders als man vermuten könnte, hat das hier nichts mit virtuellen Ausflügen oder auch dem kreativen Umgang mit der Wahrheit zu tun. Vielmehr entführt uns der Dokumentarfilm in das, was von manchen gern mal als Parallelgesellschaft bezeichnet wird. Teile unserer Gesellschaft, die gern unter sich bleiben, eigene Regeln verfolgen, die höchstens zufällig mal mit denen der Außenwelt zu tun haben. Von denen des Gesetzbuches ganz zu schweigen.

Fünf Personen sind es, mit denen sich das Regieduo Noël Dernesch und Oliver Waldhauer während der mehr als drei Jahre dauernden Drehzeit getroffen hat. Drei Jahre, in denen sie sich doch erstaunlich nahegekommen sind. Denn was sie aus ihrem Leben, sei es das aktuelle oder das frühere zu erzählen haben, das würde man eher in einem Spielfilm vermuten, weniger in einem Dokumentarfilm. Denn kriminell waren sie alle mal, sind es zum Teil noch. Das kann mal erschreckend sein wie beim obigen Beispiel mit dem Platz im Restaurant. Andere Enthüllungen sind eher kurioser Natur, etwa bei einem vormals angehenden Polizisten, der parallel nicht von den illegalen Machenschaften lassen konnte.

Ein starkess Stück Kino das einen in eine andere Welt entführt, die so nah und doch so fern ist.

 

 


 

2

Cleo

Spielfilm, D 2019, 99 min.

Regie: Erik Schmitt

Deutsch mit engl. UTs

 

Cleo und Berlin. Das ist eine Liebesgeschichte, die schon begann, als Cleo noch klein war. 

Da entdeckte das aufgeweckte Mädchen, dass die Straßen, die Häuser, die Parks und die Plätze der Stadt allesamt dazu einladen, um nach verborgenen Schätzen zu suchen. Nach dem Tod ihres Vaters bleibt Cleo allein in Berlin zurück und hat sich geschworen, keinen Träumen mehr hinterherzujagen. Doch dann tritt Paul in ihr Leben. Paul ist ein Träumer. Und er besitzt eine Schatzkarte, die auf einen alten Schatz der legendären Gebrüder Sass verweist, die ihr Diebesgut in ganz Berlin verteilt haben. Paul bittet Cleo, ihm zu helfen, den Schatz zu finden. Cleo ist einverstanden. Denn vielleicht kann der Schatz ihr dabei helfen, die Zeit zurückzudrehen. 

Das Langfilmdebüt von Erik Schmitt erzählt nicht nur von der Suche nach einem Schatz, sondern entpuppt sich selbst als ein solcher. Mit überbordender Kreativität spielt Schmitt mit allem, was er in der Stadt vorfindet. Da werden kleine Formen in der Stadtarchitektur zu Hinweisen und Wolken können per Hand verschoben werden. 

Selten wurde die Stadt mit so viel Liebe, Witz und Esprit auf die Leinwand gebannt. CLEO ist ein originelles und mit viel Herz erzähltes Großstadtmärchen. Romantisch, verspielt und wunderschön.

 

 


 

3

Free Lunch Society

Dokumentarfilm, A/D 2018, 95 min.

Regie: Christian Tod

Deutsch / Englisch mit deutschen UTs


Das bedingungslose Grundeinkommen bedeutet Geld für alle – als Menschenrecht ohne Gegenleistung! Visionäres Reformprojekt, neoliberale Axt an den Wurzeln des Sozialstaates oder sozialromantische linke Utopie? Je nach Art und Umfang zeigt das Grundeinkommen sehr verschiedene ideologische Gesichter. Entscheidend ist das eigene Menschenbild, welche Seite der Medaille man sieht: Inaktivität als süßes Gift, das die Menschen zur Faulheit verführt, oder Freiheit von materiellen Zwängen als Chance, für sich selbst und für die Gemeinschaft. Brauchen wir tatsächlich die Peitsche der Existenzangst, um nicht träge vor dem Fernseher zu verkommen? Oder gibt nicht deshalb die Erwerbsarbeit unserem Leben Sinn und sozialen Halt, weil wir es seit Jahrhunderten nicht anders kennen? Und weil wir nie gemeinsam die Freiheit hatten, uns anders zu verwirklichen?

Unbestritten ist das Grundeinkommen eine kraftvolle Idee: Land, Wasser und Luft sind Geschenke der Natur. Sie unterscheiden sich von Privatbesitz, den einzelne Menschen erwirtschaften. Wenn wir aber Reichtum aus der Natur, aus den Gemeinressourcen schöpfen, gehört dieser Reichtum in gleichem Maße uns allen. Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie, zu Washingtons Denkfabriken und zur namibischen Steppe nimmt uns der Film mit auf eine große Reise, und zeigt uns, was das führerlose Auto mit den Ideen eines deutschen Milliardärs und einer Schweizer Volksinitiative zu tun hat.

FREE LUNCH SOCIETY, als weltweit erster Kinofilm über das Grundeinkommen, widmet sich einer der entscheidendsten Fragen unserer Zeit und will bewusst als Diskussionsanstifter dienen.

 

 


 

4

Born in Evin

Dokumentarfilm, D 2019, 98 min.

Regie: Maryam Zaree

Deutsch / Französisch mit deutschen UTs

 

Maryam Zaree kam als Kind mit ihrer Mutter nach Deutschland. Sie ging zur Schule, machte eine Ausbildung, wurde Schauspielerin. Ihre Mutter wurde Therapeutin und engagiert sich bis heute politisch. Doch für beide gab es ein Leben vor Deutschland. Ein Leben im Iran.

Dort musste Maryams Mutter damals Maryams Vater zurücklassen – im Gefängnis von Evin, wo Gegner des Regimes weggesperrt und gefoltert wurden. Über ihre eigene Vergangenheit im Iran weiß Maryam nur wenig. Denn ihre Mutter spricht nicht darüber. Alles, was Maryam weiß, ist, dass sie im Gefängnis geboren wurde. In ihrem Debüt als Regisseurin begibt sich die Schauspielerin Maryam Zaree auf die Spur ihrer eigenen Biografie. Sie will herausfinden, wie die Umstände für ihre Mutter waren, als Schwangere an einem solch schrecklichen Ort zu sein, getrennt vom Vater des Kindes, umgeben von Angst und Verzweiflung.

Und da es für Maryams Mutter zu schmerzhaft ist, über dieses Trauma zu sprechen, spricht Maryam mit anderen Menschen. Mit Freundinnen der Mutter, mit Verwandten, mit jungen Frauen, die genau wie sie im Gefängnis geboren wurden.

BORN IN EVIN ist ein berührender Film, der die persönliche Geschichte von Maryam Zaree dafür nutzt, um ein sehr großes Thema nachvollziehbar zu machen. Und obwohl der Film sehr persönlich ist, so greift er doch in seiner Thematik viel weiter. Er zeigt die Perspektive der „zweiten Generation“, der Töchter, die das Trauma ihrer Eltern miterleben mussten, aber nie darüber reden konnten. Er zeigt, was Menschen zurücklassen, wenn sie ihr Land verlassen, zeigt, warum sie flüchten müssen.

Zaree ist gleichzeitig Erzählerin und Protagonistin und macht unmittelbar die ambivalenten Emotionen sichtbar, mit denen sie im Lauf des Films zu kämpfen hat. Dies verleiht dem Film zusätzliche Tiefe und Authentizität und dazu eine große Lebendigkeit. Immer wieder findet der Film wunderschöne symbolische Bilder für Zarees Suche nach den eigenen Wurzeln. Ein berührender, lebendiger und wahrhaftiger Film über die Suche einer jungen Frau nach der eigenen Geschichte.

 

 


 

5

Berlin Bouncer

Dokumentarfilm, D 2019, 87 min.

Regie: David Dietl

Deutsch mit engl. UTs

 

Berlins Nachtleben im Wandel: von der geteilten Stadt über die Clubszene der Neunziger bis zur heutigen Partymetropole. Wer war von Anfang an dabei? Anhand der drei spannenden Biografien der legendärsten Türsteher Berlins, erzählt BERLIN BOUNCER von den Gründen und Abgründen dieser Entwicklung.

Frank Künster kam aus Westdeutschland in eine Stadt, in der Smiley Baldwin als amerikanischer G.I. noch die Grenze nach Ostberlin bewachte und Sven Marquardt als junger ostdeutscher Punk und Fotograf plötzlich von der Wende überrascht wurde. Bald verfingen sie sich im wilden Berliner Nachtleben der neunziger Jahre und wurden im neuen Jahrtausend zu den berühmt berüchtigten Selektoren der angesagtesten Clubs der Stadt, deren Türen und Geheimnisse sie bis heute hüten.

Dieser Film handelt vom Erwachsenwerden mit 50 Jahren und von verschiedenen Lebensentwürfen. Er zeichnet Berliner Kulturgeschichte vom Mauerfall bis in die pulsierende Gegenwart nach. Dabei begleitet uns der einzigartige Sound einer Stadt und ihrer Clubs, der für die drei Protagonisten und die Feierwütigen die Nacht zum Tage werden lässt.

 

 


 

6

Happy

Dokumentarfilm, D 2016, 90 min.

Regie: Carolin Genreith

Deutsch / Thai mit deutschen UTs

 

Es ist wohl der Horror jeder Tochter: Eine Postkarte aus Thailand, auf der steht: „Meine Liebe, mir geht es gut hier, ich esse Pat Thai und trinke Chang Bier. Und ich habe eine Frau kennengelernt, die so alt ist wie du. Liebe Grüße, Papa.“

Seit ein paar Jahren hat sich Carolins Vater Dieter sehr verändert. Nach der Trennung von seiner Frau, Carolins Mutter, tauschte er Wanderschuhe gegen Flip-Flops und fährt seitdem jedes Jahr für ein paar Wochen nach Thailand, mal alleine, mal mit Freunden – alle über 60 und geschieden. Der Vater sagt, er habe dort die beste Zeit seines Lebens. Die Tochter denkt: Oh Gott, ist mein Vater jetzt Sextourist?

Ist Dieter nun einer der Männer, die mit einer jungen, schönen Thailänderin im Arm durch die Straßen von Bangkok ziehen? Was will er dort? Ist das jetzt die Suche nach dem Glück oder das Wettrennen gegen die Zeit, die noch bleibt? Der eigene Vater: kein Held, der Vater: ein unmoralischer Täter mit Torschlusspanik?

Als es ernst wird, und der Vater seine Geliebte heiraten will, reist Carolin in ihre Heimat, um den Eigenbrötler zu verstehen, der ihr Vater ist, und der ihr eigentlich immer schon peinlich war. Wie die Regisseurin sagt: „Zu laut. Zu extrovertiert. Zu kauzig“.

In schonungslosen Duellen nähern sich Vater und Tochter einander an: Wonach sehnt er sich? Wovor hat er Angst? Was will er von Tukta, der Thailänderin, und was zur Hölle will sie von ihm?

Gemeinsam reisen Vater und Tochter nach Thailand, wo die Regisseurin sich unversehens als Mitglied einer neuen Familie wiederfindet, während Dieter mit einem vollkommen anderen Konzept von Liebe konfrontiert wird. Und so langsam begreift Carolin, dass es auf ihre vielen empörten Fragen keine eindeutigen Antworten gibt.

 

 


 

7

Oh beautiful Night

Spielfilm, D 2019, 86 min.

Regie: Xaver Böhm

Deutsch mit engl. UTs

 

Wenn zwei sich küssen, ist immer auch der Tod dabei. Und so wird Hypochonder Juri auf seine letzte Reise geschickt, die mit der Begegnung des personifizierten Todes in einer Spielhalle beginnt. Es wird eine recht wilde, letzte Reise durch die Nacht.

Zwischen russischem Roulette und einer blumigen Peepshow findet er den Sinn des Lebens nicht im Angesicht des Todes, sondern bei einem reinkarnierten Paradiesvogel. Das Leben geht nicht zu Ende, so die unterschwellige Aussage des Films, es ändert nur seine Daseinsform. Wenn sich Juri, der Tod und die Peepshow-Tänzerin Nina (Vanessa Loibl) in einem überaus erotischen Kuss zu dritt vereinen, stolziert die Freundin Betty, die als eben jener Paradiesvogel wiedergeboren wurde, gravitätisch davon. Hier, so scheint es, tritt der Tod lediglich deshalb auf, um alles Sterben für immer zu beenden.

Selten wurde Berlin so neon-bunt verfremdet. Selbst eine im Hintergrund vorbeifahrende S-Bahn wirkt wie ein Spezialeffekt. So macht Kamerafrau Jieun Yi »O BEAUTIFUL NIGHT« zu einem visuellen Erlebnis.

Und am Ende wird jemand sterben, soviel ist klar. Doch wer, das bleibt eine Überraschung.

 

 


 

8

Autobahn

Dokumentarfilm, D 2019, 85 min.

Regie: Daniel Amba

Deutsche Originalfassung

 

Bad Oeynhausen in Nordrhein Westfalen ist als traditionsreicher Kurort tatsächlich international bekannt – doch weniger wegen der Thermalquellen. Bad Oeyenhausen liegt auf der alten Handelsroute von Amsterdam über Berlin nach Warschau, die auch heute noch als eine der Hauptverkehrsadern Europas fungiert. Ausgerechnet hier im Kurort fehlt seit 40 Jahren ein kleines Stück Autobahn. Blumenhändler aus den Niederlanden, Handwerker aus Polen und deutsche Nordseetouristen – insgesamt 25.000 LKWs und PKWs pro Tag schieben sich durch die Stadt und halten an der Bad Oeynhausener Ampel – die einzige zwischen Warschau und Amsterdam.

Kilometerlanger Stau ist der Normalzustand. Umfahren? Unmöglich! Hier muss man durch…. AUTOBAHN ist ein Portrait über Deutschland, über den kleinen Menschen der sich fügen muss, über Bürokratie, über Großbauprojekte die sich verzögern, und Politik, und vor allem: Ein Film über das ganz normale Leben mit deutlich mehr Witz und Charme als jeder Stau haben könnte.

 

 


 

ONLINEABSTIMMUNG

 

Hier könnt ihr bis einschließlich 3. Mai. abstimmen und eure Favoriten wählen.

 

(ACHTUNG: Jeder kann nur ein mal wählen. Wenn ihr eure Stimme schon abgegeben habt, erscheint hier nur noch ein blaues Fenster mit der Nachricht "Survey unavailable". Also bitte nicht wundern.)

 

 

 


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