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Projektlaufzeit: 5 Monate

(So, 12.04.2020 - Sa, 12.09.2020 )

Ort Körnerpark, Jonasstraße Ecke Selkestraße , 12051 Berlin

Freiluftkino im Körnerpark 2020

Ihr habt gewählt, und das hier sind die Filme, die wir euch diesen Sommer hoffentlich im Körnerpark zeigen können. Ob und mit welchen Auflagen wir eine Genehmigung für das Kino erhalten, steht leider immer noch nicht fest. Bitte habt noch ein wenig Geduld und drückt uns die Daumen.

 


 

Die Vorführungen finden dann voraussichtlich am 3.7., 10.7., 17.7. und 24.7.2020 jeweils um 21:00 an der Ecke Jonasstraße / Selkestraße statt.  (Bei schlechtem Wetter muss niemand im Regen stehen: Wir zeigen die Filme dann einfach in der WerkStadt, Emser Str. 124.) 

Der Eintritt ist wie immer frei, aber wir freuen uns über Spenden für das Projekt.

 


 

Freitag 3. Juli 2020 - 21:00

 

Cleo

Spielfilm, D 2019, 99 min.

Regie: Erik Schmitt

Deutsch mit engl. UTs

 

Cleo und Berlin. Das ist eine Liebesgeschichte, die schon begann, als Cleo noch klein war. 

Da entdeckte das aufgeweckte Mädchen, dass die Straßen, die Häuser, die Parks und die Plätze der Stadt allesamt dazu einladen, um nach verborgenen Schätzen zu suchen. Nach dem Tod ihres Vaters bleibt Cleo allein in Berlin zurück und hat sich geschworen, keinen Träumen mehr hinterherzujagen. Doch dann tritt Paul in ihr Leben. Paul ist ein Träumer. Und er besitzt eine Schatzkarte, die auf einen alten Schatz der legendären Gebrüder Sass verweist, die ihr Diebesgut in ganz Berlin verteilt haben. Paul bittet Cleo, ihm zu helfen, den Schatz zu finden. Cleo ist einverstanden. Denn vielleicht kann der Schatz ihr dabei helfen, die Zeit zurückzudrehen. 

Das Langfilmdebüt von Erik Schmitt erzählt nicht nur von der Suche nach einem Schatz, sondern entpuppt sich selbst als ein solcher. Mit überbordender Kreativität spielt Schmitt mit allem, was er in der Stadt vorfindet. Da werden kleine Formen in der Stadtarchitektur zu Hinweisen und Wolken können per Hand verschoben werden. 

Selten wurde die Stadt mit so viel Liebe, Witz und Esprit auf die Leinwand gebannt. CLEO ist ein originelles und mit viel Herz erzähltes Großstadtmärchen. Romantisch, verspielt und wunderschön.

 

 


 

Freitag 10. Juli 2020 - 21:00

 

Born in Evin

Dokumentarfilm, D 2019, 98 min.

Regie: Maryam Zaree

Deutsch / Französisch mit deutschen UTs

 

Maryam Zaree kam als Kind mit ihrer Mutter nach Deutschland. Sie ging zur Schule, machte eine Ausbildung, wurde Schauspielerin. Ihre Mutter wurde Therapeutin und engagiert sich bis heute politisch. Doch für beide gab es ein Leben vor Deutschland. Ein Leben im Iran.

Dort musste Maryams Mutter damals Maryams Vater zurücklassen – im Gefängnis von Evin, wo Gegner des Regimes weggesperrt und gefoltert wurden. Über ihre eigene Vergangenheit im Iran weiß Maryam nur wenig. Denn ihre Mutter spricht nicht darüber. Alles, was Maryam weiß, ist, dass sie im Gefängnis geboren wurde. In ihrem Debüt als Regisseurin begibt sich die Schauspielerin Maryam Zaree auf die Spur ihrer eigenen Biografie. Sie will herausfinden, wie die Umstände für ihre Mutter waren, als Schwangere an einem solch schrecklichen Ort zu sein, getrennt vom Vater des Kindes, umgeben von Angst und Verzweiflung.

Und da es für Maryams Mutter zu schmerzhaft ist, über dieses Trauma zu sprechen, spricht Maryam mit anderen Menschen. Mit Freundinnen der Mutter, mit Verwandten, mit jungen Frauen, die genau wie sie im Gefängnis geboren wurden.

BORN IN EVIN ist ein berührender Film, der die persönliche Geschichte von Maryam Zaree dafür nutzt, um ein sehr großes Thema nachvollziehbar zu machen. Und obwohl der Film sehr persönlich ist, so greift er doch in seiner Thematik viel weiter. Er zeigt die Perspektive der „zweiten Generation“, der Töchter, die das Trauma ihrer Eltern miterleben mussten, aber nie darüber reden konnten. Er zeigt, was Menschen zurücklassen, wenn sie ihr Land verlassen, zeigt, warum sie flüchten müssen.

Zaree ist gleichzeitig Erzählerin und Protagonistin und macht unmittelbar die ambivalenten Emotionen sichtbar, mit denen sie im Lauf des Films zu kämpfen hat. Dies verleiht dem Film zusätzliche Tiefe und Authentizität und dazu eine große Lebendigkeit. Immer wieder findet der Film wunderschöne symbolische Bilder für Zarees Suche nach den eigenen Wurzeln. Ein berührender, lebendiger und wahrhaftiger Film über die Suche einer jungen Frau nach der eigenen Geschichte.

 

"Born in Evin" hat erst letzte Woche den deutschen Filmrpeis für den besten Dokumentarfilm erhalten. Unseren Glückwunsch dafür!

 

 


 

Freitag 17. Juli 2020 - 21:00

 

Berlin Bouncer

Dokumentarfilm, D 2019, 87 min.

Regie: David Dietl

Deutsch mit engl. UTs

 

Berlins Nachtleben im Wandel: von der geteilten Stadt über die Clubszene der Neunziger bis zur heutigen Partymetropole. Wer war von Anfang an dabei? Anhand der drei spannenden Biografien der legendärsten Türsteher Berlins, erzählt BERLIN BOUNCER von den Gründen und Abgründen dieser Entwicklung.

Frank Künster kam aus Westdeutschland in eine Stadt, in der Smiley Baldwin als amerikanischer G.I. noch die Grenze nach Ostberlin bewachte und Sven Marquardt als junger ostdeutscher Punk und Fotograf plötzlich von der Wende überrascht wurde. Bald verfingen sie sich im wilden Berliner Nachtleben der neunziger Jahre und wurden im neuen Jahrtausend zu den berühmt berüchtigten Selektoren der angesagtesten Clubs der Stadt, deren Türen und Geheimnisse sie bis heute hüten.

Dieser Film handelt vom Erwachsenwerden mit 50 Jahren und von verschiedenen Lebensentwürfen. Er zeichnet Berliner Kulturgeschichte vom Mauerfall bis in die pulsierende Gegenwart nach. Dabei begleitet uns der einzigartige Sound einer Stadt und ihrer Clubs, der für die drei Protagonisten und die Feierwütigen die Nacht zum Tage werden lässt.

 

 


 

Freitag 24. Juli 2020 - 21:00

 

Happy

Dokumentarfilm, D 2016, 90 min.

Regie: Carolin Genreith

Deutsch / Thai mit deutschen UTs

 

Es ist wohl der Horror jeder Tochter: Eine Postkarte aus Thailand, auf der steht: „Meine Liebe, mir geht es gut hier, ich esse Pat Thai und trinke Chang Bier. Und ich habe eine Frau kennengelernt, die so alt ist wie du. Liebe Grüße, Papa.“

Seit ein paar Jahren hat sich Carolins Vater Dieter sehr verändert. Nach der Trennung von seiner Frau, Carolins Mutter, tauschte er Wanderschuhe gegen Flip-Flops und fährt seitdem jedes Jahr für ein paar Wochen nach Thailand, mal alleine, mal mit Freunden – alle über 60 und geschieden. Der Vater sagt, er habe dort die beste Zeit seines Lebens. Die Tochter denkt: Oh Gott, ist mein Vater jetzt Sextourist?

Ist Dieter nun einer der Männer, die mit einer jungen, schönen Thailänderin im Arm durch die Straßen von Bangkok ziehen? Was will er dort? Ist das jetzt die Suche nach dem Glück oder das Wettrennen gegen die Zeit, die noch bleibt? Der eigene Vater: kein Held, der Vater: ein unmoralischer Täter mit Torschlusspanik?

Als es ernst wird, und der Vater seine Geliebte heiraten will, reist Carolin in ihre Heimat, um den Eigenbrötler zu verstehen, der ihr Vater ist, und der ihr eigentlich immer schon peinlich war. Wie die Regisseurin sagt: „Zu laut. Zu extrovertiert. Zu kauzig“.

In schonungslosen Duellen nähern sich Vater und Tochter einander an: Wonach sehnt er sich? Wovor hat er Angst? Was will er von Tukta, der Thailänderin, und was zur Hölle will sie von ihm?

Gemeinsam reisen Vater und Tochter nach Thailand, wo die Regisseurin sich unversehens als Mitglied einer neuen Familie wiederfindet, während Dieter mit einem vollkommen anderen Konzept von Liebe konfrontiert wird. Und so langsam begreift Carolin, dass es auf ihre vielen empörten Fragen keine eindeutigen Antworten gibt.

 

 


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